Einleitung
Nach den Neuerungen im Jahr 2025, welche wir im Artikel „Neue Regeln für Bootsfahrer in Kroatien 2025 – Was ändert sich?“ behandelt haben, gibt es für 2026 eine gute Nachricht:
Es werden keine größeren Änderungen erwartet, sondern lediglich kleinere Anpassungen der bestehenden Vorschriften.
Ziel der Verordnung von 2025 ist es, dass Megayachten kleine Buchten nicht mehr komplett blockieren können.
Was ändert sich im Jahr 2026
Für 2026 wurde eine neue Verordnung angekündigt, die voraussichtlich vor Beginn der Sommersaison in Kraft treten soll. Sie wurde kürzlich vom Minister für maritime Angelegenheiten vorgestellt wurde und betrifft Änderungen im Bereich des Ankerns in Buchten.
Nach den Erfahrungen und Rückmeldungen von lokalen Bootsbetreibern im Jahr 2025, die auf praktische Probleme bei der Umsetzung der bisherigen Verordnung hingewiesen haben, wurden diese berücksichtigt und entsprechende Änderungen sowie Präzisierungen vorgenommen.
Dies betrifft insbesondere die Art des Ankerns, wenn ein Boot zusätzlich an der Küste festgemacht wird.
- Zum einen wird der maximal zulässige Abstand der Yacht von der Küste von 50 Metern auf 70 Meter erhöht.
- Zum anderen wird klarer definiert, wie dieser Abstand gemessen wird.
In der ursprünglichen Fassung der Verordnung wurde festgelegt, dass der Abstand von der Küste das gesamte Ankergeschirr umfasst
In der neuen Formulierung wird dieser Abstand von der Küstenlinie bis zu dem Punkt gem essen, an dem die Ankerkette ins Wasser einläuft definiert.

Wie die neue Regel in der Praxis funktioniert
Beim Ankern ist es daher nicht mehr notwendig, darüber nachzudenken, wo der Anker auf dem Meeresgrund liegt oder wie weit das Boot schwojt. Entscheidend ist ausschließlich der Punkt, an dem die Kette ins Wasser führt. Liegt dieser Punkt innerhalb der erlaubten 70 Meter, gilt die Vorschrift als eingehalten.
Diese Klarstellung ist besonders wichtig in Gebieten mit schnell abfallendem Grund oder wenn die Bedingungen eine längere Kette erfordern. In solchen Situationen war die bisherige Auslegung oft zu restriktiv oder unklar, während die neue Regelung ein sichereres und realistischeres Ankern ohne unnötige Unsicherheiten ermöglicht.
In diesem Bereich sind für 2026 keine Änderungen zu erwarten, sodass die bestehenden Anforderungen weiterhin gelten.
Für die Navigation in kroatischen Gewässern müssen alle Boote mit einer Länge von mehr als 2,5 Metern oder einer Motorleistung über 5 kW, einschließlich Yachten und Beiboote, weiterhin ordnungsgemäß anmelden sein. Das bedeutet, dass Sie Ihr Boot in Kroatien anmelden müssen, bevor Sie in See stechen. Die dafür erforderliche Vignette (Navigation Permit) wird im Rahmen dieser Anmeldung ausgestellt.
Wenn Sie an Bord übernachten möchten, unterliegen Boote mit einer Länge von mehr als 7 Metern weiterhin der Kurtaxe.
Wenn Sie sich den Aufwand mit der Bürokratie sparen möchten, können Sie Ihr Boot online anmelden und den gesamten Prozess schnell und unkompliziert über unseren Service abwickeln.
Fazit
Für 2026 werden die Ankervorschriften in Kroatien nicht komplizierter, sondern praxisnäher gestaltet.
Die angekündigte Änderung und die oben erklährte Auslegung beseitigen einen Großteil der Unsicherheiten aus der vergangenen Saison.
Anstatt das gesamte Ankergeschirr zu bewerten, konzentriert sich die Regel nun auf einen klar definierten, messbaren Punkt, bei gleichzeitig etwas größerem Handlungsspielraum.
In der Praxis bedeutet das weniger Unsicherheit und einfachere Entscheidungen beim Ankern.
FAQ
Was soll sich 2026 ändern?
Der zulässige Abstand beim Ankern soll auf 70 Meter erhöht werden, gemessen vom Punkt, an dem die Ankerkette ins Wasser eintritt.
Ist die neue Regel bereits in Kraft?
Sie wurde angekündigt und soll voraussichtlich vor Beginn der Sommersaison in Kraft treten.
Ist die Position des Ankers am Meeresgrund noch relevant?
Nein, sie ist für die Abstandsmessung nicht mehr relevant.
Wird die Regel einfacher anzuwenden sein?
Ja, da es einen klaren und sichtbaren Referenzpunkt gibt.
Wer profitiert am meisten von dieser Änderung?
Kleinere Boote und Yachten sowie alle, die in stark frequentierten Ankerbuchten unterwegs sind.


